Inhaltlich geht es in meiner künstlerischen Arbeit darum, Irritationen aufzugreifen und hervorzurufen.

Abgedrängte und vertuschte Hässlichkeiten, auch die, die nur durch unser Wertesystem so bezeichnet werden,

aufzudecken, das Prinzip dahinter zu erforschen und ihm eine Form zu verleihen, ist mein Anliegen.

Das bezieht sich auf individuelle, wie gesellschaftliche Phänomene und deren Überschneidungen.

Es entstehen Objekte oder Szenerien mit z.T. grotesker Anmutung, die Fragen beinhalten, deren Antworten

in den Fragen selbst liegen.

Mal ist es das organisch Wesenhafte, das Besitz des "Dinglichen" ergreift, mal sind es Dinge, die mit ihrer

Geschichte und neuen Aufgabe das Körperliche zu verschlingen scheinen. Es findet eine Verschmelzung statt

und die Grenzen der einzelnen Materialien oder Formen verschwimmen.

Die Schönheit des Unvollkommenen zu erkennen und zu zeigen, dem Streben nach Makellosigkeit etwas

entgegen zu setzen, halte ich für wichtig, weil es Zwischentönen in vielen polaren Systemen

(schön-hässlich, normal-verrückt...) Wertschätzung verleiht und etwas Versöhnliches mit dem Selbst

und dem Gegenüber hat.

Natürlich bedarf es eines gewissen Humors und Leichtigkeit im künstlerischen Prozess und in der

Betrachtung, um der Tiefe etwas Ergänzendes beiseite zu stellen.